Mein Weg zur Spiritualität

Trotz, dass ich aus einer polnisch-katholischen Familie herkomme, war eine Religion schon mit 10 nicht so ganz meins. Zumindest nicht in der Form, in der ich es dort kennen gelernt habe. Später habe ich an die Macht der Sonne geglaubt, dann an die Psychologie, aber irgendwie immer an das Gute im Menschen. Ich habe gespürt, wie die Sonne mir Energie gibt, wie mein Körper auf die Mondphasen reagiert,  als Stadtkind war ich sehr gerne im Wald – habe all das für normal und selbstverständlich gehalten.

Als anscheinend bereits erfahrene Seele bin ich in eine „komplizierte“ Familie eingeboren. Mit 22 Jahren war ich das erste Mal bei einer Psychologin, habe Verhaltenstherapie versucht, auch Tiefenpsychologie, die Arbeit mit dem Wesenskern, Yoga… Und vieles, vieles mehr. Trotzdem hat sich alles so angefüllt, als ob nicht alle Ebenen in mir berührt und geheilt wären. Es hat fast 20 Jahre gedauert, mich zu ent-wickeln, immer härtere Prüfungen zu bestehen und zu lernen, sodass sich die Spiritualität in mir entfalten kann. Ich bin sicher, dass dieser Weg endet nie 😉 

Aber wie bin ich denn am Ende dazu gekommen?

Der Auslöser

Im Herbst 2021, nachdem ich Corona fast tanzend überständen habe, war ich mit mir und meinem Leben zufrieden, wie noch nie davor.  Ich hatte scheinbar guten und großen Freundeskreis, guten (Traum-)Job, ich war gesund und sportlich, wie noch nie. Und dann… am gleichen Tag… passierten 2 Sachen. 

Die erste Sache war, dass eine Ärztin ohne fundierte Diagnose mir ein Medikament verschrieben hat, welches, wie es sich später erwiesen hat, mich und mein Leben fast zerstört hat.

Anscheinend zum Ausgleich hatte ich an demselben Tag ein Date. Der Mann war gut aussehend und sehr nett, was schon bei meinem damaligen Glück fürs Daten ein sehr großer Erfolg war. Er hat erzählt, dass er sich für Psychologie interessiert und dass er in den ersten Grad Reiki eingeweiht ist. An dem Punkt hatte er mich. Über Reiki habe ich damals nur gewusst, dass es mit Energie und Energieführung zu tun hat, aber nicht viel mehr, daher war mein Interesse geweckt. Einige Wochen später saßen wir auf der Couch und er hat mir eine Gesichtsmassage gegeben. Es war sehr schön, sehr entspannend und ich habe an ziemlich gar nichts gedacht, was meinem ADHD ähnlichem Gehirn sehr selten passiert. Da fragt er mich aus dem Nichts, ob ich Reiki dabei haben will, also habe ich, überhaupt nicht nachdenkend,  „ja“ gesagt. Es war so schön, ich dachte nur „Hauptsache er macht weiter“ 😀 Auf einmal kam eine Wärmewelle und obwohl ich meine Augen geschlossen hatte, habe ich die ganze Zeit gewusst, wo seine Hände gerade sind, obwohl er mich nicht angefasst hat.

Dieser Abend hat wortwörtlich mein Leben verändert. Ich bin neugierig geworden. Zum Neujahr 2022 habe ich beschlossen, etwas (noch ohne konkreter Idee) zu lernen, womit ich auch anderen helfen kann, so dass ich nicht immer in dieser Nehmen-Position bin.  Nun saßen wir Anfang Januar auf der gleichen Couch, das Wetter war mies und ohne Aussicht auf Verbesserung. Ich habe ihn gefragt, wo er die Schulung für Reiki gemacht hat. Nun 2 Wochen später gab es sogar einen Kurs, zu dem ich mich, sofort angemeldet habe. Und so hat alles angefangen…

In der nachfolgenden Zeit hat mich das erwähnte Medikament sehr erdrückt, ich wurde davon abhängig also habe ich die Fähigkeit verloren das auszuleben, was mich Ausgemacht hat … Wandern, soziale Kontakte, Job, das Lachen und durchaus energievolle Lebensweise.  ich bin in sehr viele, sehr alte Muster gefallen, musste ca. 9 monatigen Entzug durchmachen, meine Position auf Arbeit war weg und die scheinbar gute Freundschaften haben sich oder wurden auch verabschiedet, meistens, weil es zu komplex und anstrengend geworden ist.

Da blieb mir nicht viel anderes übrig als verschiedene Meditationen, die am Ende meine Weltanschauung völlig auf dem Kopf gestellt haben. Erinnerungen aus früheren Leben, Kommunikation mit gerade gestorbenen Bekannten… und ich war nicht mal sicher, ob ich an so was glaubte, konnte aber das Erlebte nicht leugnen 🙂

Alles was uns passiert ist entweder eine Bereicherung oder eine Lektion

Diese Zeit hat mich aber einiges gelehrt, z.B. zu vertrauen. Vertrauen, dass alles zu meinem besten Wohl passiert. Vertrauen in meinen eigenen Wert und meine Fähigkeiten. Vertrauen, dass manchmal nach dem Sturm folgt erst eine Stille und erst dann kommt die Sonne raus und diese Stille zu halten, fällt uns in der heutigen Gesellschaft häufig gar nicht leicht, ist aber des Wartens wert und vor allem habe ich gelernt, dass wenn wir wirklich bereit sind, mit allen Konsequenzen, kommt in unser Leben genau die Veränderung, die wir gerade brauchen.

 Ausgerechnet heute, kurz vor dem Schreiben diesen Textes, habe ich ein interessantes Zitat gehört:

 „- Gott hat einen Plan für dich und der ist gut für dich

 – Och ich weiß, der Plan ist klar ersichtlich, aber gefällt mir nicht

 – Und woher weißt du, dass der ersichtliche Plan das Ende ist?“

Dieser Zitat beschreibt sehr gut, was ich unter dem Wort Vertrauen verstehe. Ob Gott, Universum, Creator of all that is oder  die höhere Macht… such dir bitte aus, was sich für dich am besten anfühlt. In meinem Weltbild ist das ein und dieselbe, liebevolle, beschützende, schöpferische Kraft, die auch, wenn es manchmal anders aussieht, zu unserem besten Wohl agiert.

In den letzten Jahren, für mich eindeutig sehr schweren Jahren, habe ich einige tolle Menschen kennengelernt und ich musste feststellen, dass je mehr Leichtigkeit und je schöner die Ausstrahlung, desto mehr von genau diesem Vertrauen besitzt dieser Mensch.

Schlussfolgerung

 Es gibt sehr, sehr viele Wege, wie man zu genau diesem Zustand gelangen kann. Einer davon ist mithilfe von Reiki.